Das erste ganze Jahr

Vor einem Jahr beschloss ich: Ich möchte eine richtige Kamera!
Fotografie hat mich schon immer interessiert und mit meinem iPhone allein wurde ich nicht glücklich.

Mein persönliches Glück war, dass ich nicht die erste in meiner Familie mit diesem Gedanken war. Mein Lieblingspapa stand mir mit Rat und Tat zur Seite, arbeitete mich in die Basics ein und trieb mich immer an weiter zu machen.

Vor einem Jahr veröffentlichte ich dieses Bild, heute würde ich es wahrscheinlich nicht mehr ansatzweise so umsetzen und ich bin ehrlich: Ich finde die Originaldatei momentan nicht mehr.

Ein Jahr später bin ich nun hier:

img_6280123-2
30mm / ƒ/14 / 1/400s/ ISO 100

Ein Jahr und so viele Veränderungen und eigentlich ist alles gleich.

Was ich im letzten Jahr gelernt habe:

  • Ich bin wesentlich sicherer im Umgang mit Lightroom. Am Anfang habe ich primäre Regler verschoben, bis mir das Ergebnis gefiel. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, dass ich vorher meistens weiß, was ich mit dem Bild anstellen möchte und wie ich dort hin komme. (Vielen Dank YouTube)
  • Die Bildkompositionen sind durchdachter. Am Anfang habe ich meistens einfach fotografiert, was mir einfach irgendwie gefiel. Mittlerweile fotografiere ich überlegter. Ist der Winkel für das Motiv gut? Kann ich den Vordergrund interessanter gestalten? Wie wähle ich den Bildausschnitt? usw.
  • Ich bin kritischer geworden. Früher landete fast jedes Motiv auf Instagram, Facebook und Twitter. Jetzt bin ich viel kritischer und wenn von 500 Fotos am Ende 10 auf den Kanälen landen ist das ein guter Schnitt. Zum einen fotografiere ich viele Motive immer wieder mit nur kleinen Abweichungen und entscheide mich am Ende, welche Variante mir am besten gefällt. Auch gefallen mir viele Motive im Nachhinein nicht mehr, oder sie genügen aus anderen Umständen meinen Ansprüchen nicht mehr.
  • Ich komme mit dem Manuellen Modus zurecht. In der Theorie ging das sehr schnell. In der Praxis brauchte es dann doch etwas. Mein Größtes Problem ist momentan, dass meine Kamera keinen echten manuellen Modus hat. Der Helligkeitsausgleich lässt sich im Manuellen Modus nicht kontrollieren, was bestimmte Motive etwas komplizierter gestaltet. Ernsthaft Canon, WARUM?!
  • Ich habe diesen Blog und meine Facebookseite eröffnet. Mit 100 monatlichen Besuchern und 100 Fans auf Facebook bin ich zwar sehr weit weg von dem was andere erreichen, aber umgekehrt kann man es auch so sehen: Es gibt 100 Menschen die sich für das was ich tue interessieren. Das ist gut! Punkt.
  • Mein Shop ist online. Einige meiner Motive habe ich direkt in einen Shop gestellt. Erhältlich sind z.B. Poster, aber auch Schreibblöcke oder Wanduhren.
  • Ich kann endlich Menschen ablichten. Bis vor kurzem hatte ich noch großen Respekt davor Menschen abzulichten, da ich dann nicht nur meiner eigenen Kritik ausgesetzt bin, sondern auch der des Models. Es stellte sich aber raus: Es ist gar nicht so schwer!

Was als nächstes kommen wird:

  • Eine neue Kamera. Hoffentlich. Wie oben schon erwähnt bin ich genervt von meinem Manuellen Modus und wie dieser mich einschränkt. Hinzu kommt, dass der Dynamikumfang nicht der beste ist und ich schnell Details verliere, wenn das Motiv nicht optimal ausgeleuchtet ist. Sonnenuntergänge machen häufig wenig Spaß, weil es schwer wird Details in der dunkleren Landschaft heraus zu arbeiten. Hinzu kommt ein weiterer sehr großer Punkt: Das Rauschverhalten. Selbst bei geringen ISO Zahlen fängt das Bild schnell an zu rauschen. Das macht halt keinen Spaß.
  • Mehr Menschen. Ich will weiter an meinem Umgang mit Models arbeiten und wie ich diese darstelle. Ich möchte gar nicht einmal eine super Fashion-Fotografen werden. Ich möchte nur die Menschen ablichten können wie sie sind und so, dass ihnen am Ende das Ergebnis auch gefällt. Freiwillige vor!
  • Mehr Reisen. Dank meinem Job komme ich zwar nicht mehr rum, aber ich weiß wie ich es in meiner Freizeit günstig hin bekomme. Auf Reisen lassen sich immer so viele neue Eindrücke sammeln und es gibt so viele neue Motive die zum Experimentieren einladen. Also, auf und davon!
  • Der erste Verkauf. Einige meiner Bilder sind auf EyeEm zum Verkauf frei gegeben und ein paar sind davon auch angeblich auf getty. Es kann sich also nur noch um Jahre handeln. Ich habe zwar den Traum, irgendwann vielleicht von meiner Leidenschaft leben zu können, aber dieser Traum hat für mich momentan die selbe Wahrscheinlichkeit wie ein Lottogewinn. Und ich spiele nicht mal Lotto.
  • Leistungsverbesserung. In diesem einen Jahr habe ich so viel gelernt und mich wirklich verbessert. Es ist ziemlich sicher, dass dieser Entwicklungsprozess langsamer wird, aber aufhören wird er sicherlich nicht! Ich bin gespannt was kommt.

Ich bin gespannt was das nächste Jahr mit sich bringt und wo es hin geht.
Ich freue mich auf das was kommt!

Ein Gedanke zu „Das erste ganze Jahr

  1. Wenn ich mal in deiner Gegend bin und ca 2 Promille intus habe kannst du mich fotografieren 😉
    Spass beiseite…..Ich finde die Bilder die du geschossen hast klasse und bin auf deine zukünftigen Werke gespannt 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.