Bom dia Lisbon – Duas cervejas por favor!

Endlich komme ich zu Beitrag Nummero 2 und Lissabon ist jetzt schon viel zu lange her.

Ich vermisse die Stadt eigentlich jeden Tag und das Fernweh wird nicht weniger. Die Altstadt ist wunderschön und bietet viel mehr Motive als ich ansatzweise einfangen konnte.

Als wir in der Altstadt ankamen, wurde uns erst einmal Gras angeboten. Da fühlt man sich als Berliner sofort heimisch. Leider hatte am ersten Tag ein gigantischer Dampfer gerade angelegt und tausende von Menschen in die Stadt gespuckt. In vielen Straßen war es unerträglich voll. Da ich eigentlich immer versuche Touristenmassen zu vermeiden, schlenderten wir abseits der typischen Pfade durch die Stadt.

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Selten war es wirklich möglich von schönen Plätzen Bilder zu machen, da manche Touristen sich gerne auch mal direkt vor meine Linse stellten um das selbe Motiv zu fotografieren. Danke dafür. Aber ein paar Bilder sind dann doch gelungen.

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Lissabon wurde auf sieben Hügeln erbaut. Kurz um: viele Treppen und Steigungen. Das macht natürlich durstig. Also beschlossen wir uns in einer möglichst kleinen traditionellen Wirtschaft niederzuwerfen und einen Wein zu trinken. Nachdem wir mit diversen Läden nicht wirklich zufrieden waren, kamen wir zu einem Laden der uns anzog, auch wenn er nicht wirklich traditionell wirkte. Aus den Boxen der kleinen Anlage tönte Rockmusik und vom Look hätte der Laden auch in Berlin-Neukölln sein können. Auch aus dem Wein wurde nichts, dafür hatten wir die Auswahl aus über 30 portugiesischen Craftbeersorten. HURRAY! Gestärkt ging es dann planlos und angetüddert weiter.

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Auch beim zweiten Tag in der Altstadt scheuchten wir uns wieder die Hügel hinauf, da sich dort eine schöne Aussichtsplattform befinden sollte. Als wir oben ankamen, stellte sich raus: Schöne Aussicht ja, aber für 8€. Nö, einfach nö. Trotzdem lohnte sich der Ausflug, da alles wirkte wie ein süßes Bergdorf und nicht wie ein Teil der Hauptstadt.

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Lissabon besteht aus so vielen kleinen Gassen, dass Busse vor allem in der Altstadt kaum eine Chance haben. Dafür gibt es Straßenbahnen und zwar viele. Ein schönes Motiv geben diese natürlich immer ab und sind eigentlich das inoffizielle Wahrzeichen Lissabons gewonnen.

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Zum Abschluss des Abends ging es dann noch zum Time Out Market. Der Foodmarket ist fantastisch und bietet von traditioneller Küche bis hin zu Burgern so ziemlich alles. Auch Sterneköche sind hier mit kleinen Ständen anwesend.
Dort habe ich zwei Dinge gelernt: 1. Wenn du auf portugiesisch Essen bestellst, wirst dir zu einer hohen Wahrscheinlichkeit auch auf sehr schnellem Portugiesisch geantwortet. Dann steht man da, überlegt ob man das Wort bebida gehört hast, oder nicht und gesteht am Ende, dass man eigentlich kaum mehr spricht, als den einen Satz den man brav auswendig gelernt hat. (Das fand der nette Herr aber sehr lustig und hat mir noch was Neues beigebracht.) 2. Wenn du dir nicht sicher bist, was du bestellst, dann google es vorher. Wenn nicht, dann iss es aber auch auf. Aus Erfahrung kann ich jetzt sagen, dass Hühnermägen gar nicht so schlecht sein müssen, wenn sie richtig zubereitet wurden.

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Am Tag des Abflugs ging es dann noch zum alten Expogelände. Es ist eigentlich nicht so spektakulär, aber ich wollte sehen wie viel sich in den 13 Jahren Abwesenheit getan hat. Fazit: Nicht viel. Was sich lohnt ist das große Ozeaneum, den Rest kann man dann als Bonus mitnehmen. Ich habe Möwen fotografiert.

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Fazit: Lissabon sollte man gesehen haben. Reißt euch los von den klassischen Touriführern und geht einfach eurer Nase nach. Das macht viel mehr Spaß. <3

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Wie versprochen kommen noch zwei weitere Beiträge zu Lissabon. (Wenn es die Zeit zulässt.) 😉

Bom dia Lisbon – Sightseeing like a tourist!
Bom dia Lisbon – Blau, blau, blau sind alle meine Kacheln!
Bom dia Lisbon – Ponte 25 de Abril!

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